Das Geotop des Jahres 2025 – Steinbruch Streitsdöll

Vor rund 320 Millionen Jahren herrschten durch die Kollision der Erdplatten tief in der Erdkruste Temperaturen bis zu 700 Grad. Das führte dazu, dass Gesteine schmolzen, aufstiegen und rund zehn Kilometer unterhalb der Erdoberfläche wieder kristallisierten. So entstand unter anderem auch der Trommgranit, der heute das weithin sichtbare Massiv der Tromm bildet, einen zehn Kilometer langen und bis zu vier Kilometer breiten Mittelgebirgszug im Odenwald. Gesteine wie der Trommgranit, der in der Tiefe auskristallisierte, werden als Plutone bezeichnet. Mit seinem Alter von nur rund 320 Millionen Jahren gehört der Trommgranit zu den jüngsten Plutonen im Odenwald, danach kam die variszische Gebirgsbildung zum Stillstand. Der Gabbro des Brohmfelsens im Frankensteinmassiv (Geotop des Jahres 2024), ist rund 40 Millionen Jahre früher entstanden. 

Der Trommgranit ist im Steinbruch Steitsdöll bei Scharbach (Grasellenbach) besonders gut aufgeschlossen. Dort kann man neben den Abbauspuren durch den Menschen Klüfte sehen, die sowohl während der variszischen Gebirgsbildung entstanden sind als auch im Zuge der Bildung des Oberrheingrabens vor rund 50 Millionen Jahren. Dieser reiche Blick in die Vergangenheit ist der Grund dafür, dass der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald den Steinbruch Streitsdöll zum Geotop des Jahres 2025 kürt. Die offizielle Auszeichnung findet am Sonntag, den 21. September, dem Tag des Geotops, direkt am Steinbruch statt. Über die genaue Uhrzeit und weitere Details informieren wir Sie im Internet.

Ausstattung

Sehenswürdigkeit

Kostenfrei

öffentlicher Zugang

Geotop 2025 – Steinbruch Streitsdöll
Geotop 2025 – Steinbruch Streitsdöll

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