UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch öffnet neue Attraktion: "Schaudepot Zehntscheune"

Rechtzeitig zum Tag des Offenen Denkmals zum Thema "Handwerk - Technik-Industrie" öffnet am 13. September 2015 das Schaudepot Zehntscheune der UNESCO Welterbestätte Kloster Lorsch seine Tore. Interessierte Besucher sind an diesem Tag von 12.30 bis 17.30 Uhr eingeladen, die neue Station auf dem Areal des ehemaligen Klosters Lorsch zu besichtigen. Mit diesem Bau ist nun seit vielen Jahren wieder ein Großteil des einstigen Lapidariums des Klosters mit seiner hochkarätigen Sammlung an Bauplastik und archäologischen Funden zugänglich. Möglich geworden ist dies durch erhebliche Investitionen des Landes Hessen und des Bundes im Rahmen des Investitionsprogramms für Welterbestätten in Deutschland. Die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen betreut die neue Attraktion. Das neue Schaudepot Zehntscheune versammelt herausragende Zeugnisse aus 150 Jahren archäologischer Grabungsgeschichte und Bauforschung am Kloster Lorsch. Erstmals können bedeutende Grabungsfunde der Klostergeschichte, die zuvor an verschiedenen Orten eingelagert waren, nun dauerhaft an ihrem Auffindungsort besichtigt werden. Hierzu zählen spätantike Objekte aus dem 2. und 3. Jahrhundert ebenso wie karolingische Säulen und Kapitelle aus der Blütezeit des Klosters, aber auch eindrucksvolle Belege für anspruchsvolles Bauen in den nachfolgenden Epochen, vor allem der Romanik und Gotik. Eine große Anzahl an Kleinfunden gibt aufschlussreiche Einblicke in das klösterliche Leben und die materielle Kultur der ehemals bedeutenden Abtei von den Anfängen bis zum Untergang des Klosters im 16. Jahrhundert. Eines der herausragenden Exponate ist der Pilastersarkophag aus dem 9. Jahrhundert, auch bekannt als sogenannter Sarkophag Ludwigs des Deutschen, dessen Relief an den Fassadenschmuck der Lorscher Königshalle erinnert. Neben dem Schaubereich im Erdgeschoss, der im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann, verfügt die Zehntscheune über ein wissenschaftliches Depot im Dachgeschoss. Das 80 Meter lange Gebäude aus dem Ende 16. Jahrhundert, das ehemals der Lagerung des "Zehnt", der zehnprozentigen Abgabe in Form von Naturalien diente, wurde für die neuen Aufgaben ertüchtigt: Alte Scheunentore sind massiven Stahltüren gewichen. Durch den dunkel gefärbten Betonboden und eine separat eingezogene schwarze Decke erscheint das Innere ähnlich einer Black-Box. Während der Führung werden gezielt einzelne Steinfragmente durch Lichtspots zum Leben erweckt. Durch den bewussten Verzicht auf Beschriftungen der Exponate soll das Sehen und Entdecken geschärft und Raum für eigene Assoziationen geschaffen werden. Auf einem Projektionstisch im mittleren Raumabschnitt können außerdem Fotografien und Grabungspläne des Klosters gezeigt werden. Am Eröffnungstag können sich die Besucher frei im Schaudepot bewegen. Danach sind Besichtigungen ausschließlich nach vorheriger Anmeldung in Begleitung eines Gästeführers möglich. Zum Abschluss des Eröffnungstags findet um 18.00 Uhr ein Vortrag der Reihe "Lebendiges Mittelalter - Wissenschaftler berichten" statt. Dr. Katarina Papajanni wird unter dem Titel "Herkules und der Löwe - Wenn Steine sprechen" über die Architektur und Steinfragmente berichten, die zweitverwendet in allen Bauten auf dem Klostergelände zu finden sind. Beginn 18 Uhr, Paul-Schnitzer Saal im Museumszentrum Lorsch. Der Vortrag wird veranstaltet vom Kuratorium Weltkulturdenkmal Kloster Lorsch e.V.

 

Weitere Informationen unter: /www.welterbe-arealklosterlorsch.de<http://www.welterbe-areal-kloster-lorsch.de>/

 

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