Bauerngolf und Maislabyrinth in Bickenbach

BICKENBACH - Gleich zwei ländliche Attraktionen bietet der Bickenbacher Landwirt Hans Peter Bitsch auf seinen Feldern unweit der B3 vor dem Bickenbacher Ortseingang Besuchern an. Sie können hier auf einer 18-Loch-Anlage auf einer Fläche von 7000 Quadratmeter Bauerngolf spielen oder gleich nebenan auf einem 17 000 Quadratmeter großen Maisfeld ihren Weg durch ein Maislabyrinth suchen. „Je nach der Witterung in diesem Sommer verzeichnen wir hier eine gute Nachfrage“, sagt Hans Peter Bitsch, während er mit dem Holzschuhschläger den Fußball gefühlvoll ins Loch aus einem Blumeneimer einlocht. Schon seit längerem bietet er das Labyrinth und im zweiten Jahr bietet er neben dem großen Blumenfeld und den Beerenreihen zum Selbsternten den Golfplatz an. „Die Idee zum Bauerngolf ist mir auf einem richtigen Golfplatz gekommen, doch statt hier einen einfachen Abschlagsplatz zu gestalten habe ich mich durch holländische Kollegen zum Bauerngolf inspirieren lassen“, lacht er. Ein Holzschuhmacher hat ihm nach seinen Wünschen die kleinen Holzschuhe mit dem Stiel hergestellt, mit denen man statt der Golfschläger den Fußball durch die Hindernisse befördert.

GROSSES FEST

Am 9. September wird am Maislabyrinth und beim Bauerngolfplatz ein Fest gefeiert. Ab 20 Uhr heißt es hier dann „Labyrinth bei Nacht“. Zur Stärkung gibt es Spezialitäten vom Grill und zur Unterhaltung werden ebenfalls Aktivitäten angeboten. Auch dabei gelten die Preise von drei Euro für die Großen und zwei Euro für die Kleinen fürs Bauerngolf oder das Labyrinth. Wem das Golfspiel auf dem schattenlosen Grasplatz zu heiß wird, der hat dann die Möglichkeit, sich ins daneben gelegene Maisfeld zu verziehen, um hier auf dem 1300 Meter langen direkten Weg den Ausgang aus dem speziellen Labyrinth zu suchen. Wer dabei in die Irre geht, ist gut zwei Kilometer unterwegs, bis er wieder den Grasweg sieht. Den Plan hat Hans Peter Bitsch zuvor gezeichnet und bemaßt und dann nach der Anlage des Felds mit Mitarbeitern umgesetzt, die mit dem Maßband unterwegs waren, um die Maispflanzen auf der Strecke zu entfernen. „Ich habe allerdings mit den Wegstrecken keine bestimmte Figur angelegt, sondern nur Wege und Irrwege“, berichtet er. Auch dieses Feld mit seinen inzwischen fast drei Meter hohen Maispflanzen ist zu einer Attraktion geworden, die die Gäste gern aufsuchen. Als Landwirt achtet Hans Peter Bitsch darauf, dass der Mais des Labyrinths auch danach noch einen sinnvollen Nutzen hat. „Ich habe hier eine spezielle Kombi-Maisart angebaut, die man entweder als Silomais oder als Körnermais ernten und dann als Viehfutter weiter verwenden kann“, berichtet er. Gerade im vergangenen trockenen Sommer hätten sich die Kollegen mit Tieraufzucht gefreut, als er im Oktober noch verwertbaren Mais geerntet hatte. Die Maispflanzen stehen gut im Labyrinth, wo sie sich mit den sogenannten Kronwurzeln stabilisieren. Der Mais an den Kolben hat derzeit die Milchreife und zeigt weiche, weiße Körner mit süßlichem Geschmack. „Den schätzen auch die Wildschweine, deswegen haben wir neben der normalen Einzäunung auch einen Elektrozaun zum Schutz gezogen“, erzählt Bitsch und verweist darauf, dass im Frühjahr nach seiner ersten Aussaat hier die Wildschweine mit ihren Rüsseln die Saatreihen durchpflügt hatten. Bis Ende Oktober ist der Golfplatz von 10 bis 19 Uhr geöffnet, ebenso wie das Labyrinth. Für Kinder kostet der Spaß zwei Euro und für Erwachsene drei Euro.

 

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