Heidelberger Schloss

Auf dem Gebiet einer mittelalterlichen Burganlage, deren Alter und frühe Geschichte nicht bekannt sind, erhebt sich heute hoch über den engen Gassen und dem malerischen Dächergewirr der Altstadt majestätisch die Ruine des Heidelberger Schlosses. Fünf Jahrhunderte lang haben dort die Kurfürsten von der Pfalz aus dem Geschlecht der Wittelsbacher residiert. Weitere Informationen zu den Kurfürsten und andere Persönlichkeiten finden Sie unter www.schloss-heidelberg.de (→ Geschichten - Berühmte Personen). Das Schloss Heidelberg entstand in einer Bauzeit von über dreihundert Jahren. Seine Bauten folgen nicht einem einheitlichem Stil. Noch heute finden sich in dem Komplex architektonische Zeugnisse vor allem der Gotik und der Renaissance. Der Dreißigjährige Krieg beendete die Blütezeit des Schlosses, Wiederaufbauversuche scheiterten an neuen Verheerungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.schloss-heidelberg.de (→ Geschichten - Stilgeschichte).
Der Königsaal im Schloss wird heute für Festbankette, Bälle und Theateraufführungen genutzt. Während der sommerlichen Schlossfestspiele ist der Schlosshof Schauplatz vieler Open-Air-Aufführungen - eine ideale Kulisse für das Musical "The Student Prince" oder "Der Barbier von Sevilla" oder Schlosskonzerte, Stummfilm-Vorführungen mit Live-Orchester und Liederabende.
Kontaktadresse: Schloss Heidelberg, Schlosskasse, Schlosshof 1, 69117 Heidelberg, Telefon: +49 (0)6221 538472, info@schloss-heidelberg.de, www.schloss-heidelberg.de

 

 

Alte Brücke

Die vier Vorgängerinnen der heutigen Alten Brücke (Karl-Theodor-Brücke) bestanden aus Holz. Da sie immer wieder durch Hochwasser, Eis oder Feuer zerstört wurden, ließ Kurfürst Karl Theodor eine Steinbrücke über den Fluss bauen (1786-1788). Auf der Stadtseite ist das mittelalterliche Brückentor, Teil der früheren Stadtmauer, erhalten. Eine Tafel erinnert an die Verteidigung Heidelbergs. Am 16. Oktober 1798 schlug hier das österreichische Ulanenregiment von Fürst Schwarzenberg französische Truppen zurück. Der westliche Brückenturm enthält Kerkerkammern, der östliche eine Wendeltreppe. Östlich davon liegt das Tränktor, an das die Bürger ihr Vieh zur Tränke brachten. Die Denkmäler auf beiden Erkern der Brücke - Kurfürst Karl Theodor und Pallas Athene - hat der kurpfälzische Hofbildhauer Franz Konrad Linck geschaffen. Am Nordufer der Brücke ist der Brückenpatron Johannes Nepomuk dargestellt.

 

 

Karlstor

Der Triumphbogen zu Ehren des Kurfürsten Karl Theodor am Ostende der Stadt wurde zwischen 1775 und 1781 nach Plänen von Nicolas de Pigage errichtet. Zur Grundsteinlegung am 2. Oktober 1775 erschien der Kurfürst persönlich. Er war es auch, der den Architekten veranlasste, Elemente aus drei vorgelegten Entwürfen in einem vierten Plan zu vereinen. So entstand ein klassizistischer Bau in der Tradition römischer Siegestore, den vier Pfälzer Löwen krönen. Im Mittelteil sind auf der Westseite zur Stadt unter dem Fürstenhut die Porträts des Kurfürsten und seiner Gemahlin zu sehen. Stadtauswärts trägt das Mittelfeld die Widmungsinschrift und darüber eine Waffentrophäe mit dem Kurpfälzer Wappen. Die Skulpturen schuf Peter Simon Lamine. Das Tor wurde nie ganz vollendet.

 

 

Alte Universität

"Semper apertus - stets offen" soll hier das Buch der Lehre sein, fordert der Leitspruch im Foyer der Alten Universität. "Aus Tradition in die Zukunft" hieß das Motto der 600-Jahr-Feier von Deutschlands ältester Universität. Damit wird ein Anforderungsprofil beschrieben, das durch die Jahrhunderte von bedeutenden Gelehrten in die wissenschaftliche Tat umgesetzt wurde. Große Namen bestimmen die Geschichte der 1386 gegründeten Ruprecht-Karls-Universität. Unter ihnen der Philosoph Georg Willhelm Friedrich Hegel, der Chemiker Robert Bunsen, der Physiker Hermann von Helmholtz, der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Max Weber oder der Philosoph Karl Jaspers. Zurzeit sind etwa 28.000 Studierende immatrikuliert. Sie lernen und forschen in 12 Fakultäten und 14 Sonderforschungsbereichen. Kernkompetenzen liegen im Bereich der Life Sciences. In anerkannten Rankings belegt Heidelbergs Hochschule in der Medizin, den Biowissenschaften, in der Physik, der Chemie und der Mathematik Spitzenplätze. Hervorragend aufgestellt sind auch die Rechtswissenschaften und die vielen „kleinen“ Fächer von den Altertumswissenschaften, über die europäischen Kulturwissenschaften bis zu den Ost- und Südasienwissenschaften. Die Heidelberg Area prägt eine starke Vernetzung mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie The European Molecular Biology Laboratory, Deutsches Krebsforschungszentrum oder den Max-Plank-Instituten. Seit 1979 hat sich die der Universität verbundene Hochschule für jüdische Studien zu einem Magneten über den europäischen Raum hinaus entwickelt. Dass man ein Studium in Heidelberg weltweit schätzt, belegt ein mehr als 20-prozentiger Ausländeranteil in der hiesigen Studentenschaft. Die Verbindung von exzellenter Lehre und Forschung haben die Tore weit geöffnet für die Aufnahme der Ruperto Carola in den Kreis der Elite-Universitäten. Seit 2007 zählt nun die älteste Universität Deutschlands zu den Exzellenzuniversitäten.

 

 

Heiliggeistkirche

Bereits Anfang des 13. Jh. stand an der Stelle der heutigen Heiliggeistkirche eine kleine romanische Basilika Zum Heiligen Geist, die vermutlich Anfang des 14. Jh. einem Brand zum Opfer fiel. An ihrer Stelle wurde eine frühgotische Kirche erbaut, in der am 18. Oktober 1386 die Eröffnungsmesse zur Gründung der Universität Heidelberg stattfand. Unter Ruprecht III. wurde der Chor der Kirche bereits 12 Jahre später abgerissen und durch einen größeren ersetzt. Somit gilt das Jahr 1398 als das Gründungsjahr der Heiliggeistkirche. Der Hallenchor wurde 1410 vollendet, der Langhausbau mit dem Unterbau des Turmes unter Ruprechts Sohn Ludwig III. im Jahre 1441. Ludwig III. legte den Grundstock zur späteren so berühmten Pfälzischen Bibliothek, der BIBLIOTECA PALATINA, indem er die ersten Bücher auf den Emporen der Heiliggeistkirche aufstellen ließ. Während der Regierungszeit Ludwig V. (1508-1544), als auch die wichtigsten Schlossbauten entstanden, wurde der Turm weitergebaut und fertiggestellt. Im Zuge der Reformation wechselte die Kirche mehrfach zwischen lutherischer und reformiert-calvinistischer Konfession. 1563 entstand als reformiertes Bekenntnis der Heidelberger Katechismus. Mit dem 30-jährigen Krieg und der Eroberung Heidelbergs durch katholische Truppen wurde die Stadt und die Kirche für viele Jahre katholisch und als Kriegsbeute ließ Papst Gregor XV. die BIBLIOTECA PALATINA 1623 nach Rom bringen. Im Zuge des pfälzisch-orléansschen Erbfolgekriegs wurde die Kirche im Jahre 1693 stark beschädigt. Fast alle Grabplatten der Kurfürsten von der Pfalz wurden zerstört, erhalten ist die des Kurfürsten Ruprecht II, des Kirchengründers. Von den einst 5000 Büchern und 3524 Handschriften gelangten 1816 nur noch 885 zurück nach Heidelberg, alle übrigen verblieben im Vatikan. In den folgenden zwei Jahrhunderten wurde von katholischer wie protestantischer Seite gleichermaßen Anspruch auf die Kirche geltend gemacht, so dass, durch eine Scheidemauer getrennt, im Chorraum die katholische Messe, im Langhaus der evangelische Gottesdienst gefeiert wurden. Erst 1936 kam es durch den unermüdlichen Einsatz des Heiliggeistpfarrers und späteren Prälaten, Pfarrer Hermann Maas, zur Einigung mit der katholischen Kirche; die Kirche ging ganz in den Besitz der Evangelischen Kirche in Baden über. Zum Johannisfest 1936 feierte die evangelische Heiliggeistgemeinde erstmals wieder Gottesdienst in einer Kirche ohne Scheidemauer.

 

 

Jesuitenkirche

Im Jahre 1685 fiel die Kurpfalz an den Kurfürsten Philipp Wilhelm (1685-90) von der kath. Linie Pfalz-Neuburg; er führte die kath. Kirche in die Pfalz zurück und rief die Jesuiten nach Heidelberg. Nach der Zerstörung Heidelbergs durch die Franzosen 1693 wollte Kurfürst Johann Wilhelm (1690-1716) mit Hilfe der Jesuiten aus Heidelberg ein Zentrum katholischer Aktivität machen. 1703 bis 1711 entstand das große Kollegiengebäude und unmittelbar danach begann der Kirchenbau. Der Kurfürst stellte Baugelände, Steine vom Dicken Turm des Heidelberger Schlosses, Bauholz aus den herrschaftlichen Wäldern, Sand aus dem Stadtgraben und kostenlose Fuhren zur Verfügung. Den Plan entwarf der Architekt Johann Adam Breunig (um 1660-1727). Die erste Phase der Bauarbeiten dauerte bis 1723. 1716 starb der Kurfürst Johann Wilhelm; sein Bruder und Nachfolger Karl Philipp stritt mit dem reformierten Kirchenrat um die 80. Frage des Heidelberger Katechismus und um das Langhaus der Heiliggeistkirche, in dessen Folge der Kurfürst 1720 Residenz und Regierung nach Mannheim verlegte. Erst 1749 konnten durch die Freigebigkeit des Kurfürsten Karl Theodor (1742-1799) die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden. Bereits im folgenden Jahr war das Langhaus gedeckt, 1751 wurde die Fassade und die Wölbung vollendet; doch zogen sich die Arbeiten bis zum Spätherbst 1759 hin. Die Bauleitung hatte der Mannheimer Hofarchitekt Franz Wilhelm Rabaliatti (1716-1782), der für die Heidelberger Jesuiten gleichzeitig das Seminarium Carolinum baute. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurden von 1782 bis 1793 deren Aufgaben und Anstalten von den Lazaristen übernommen. In den folgenden Jahren diente die Kirche als Lazarett; seit 01.11.1809 ist sie die Pfarrkirche der kath. Gemeinde Heilig Geist. Die Barockausstattung ist heute nicht mehr erhalten. Bewahrt wurde das Altargemälde des Kaulbachschülers Andreas Müller. In einer Gruft in der Nordostecke der Kirche ist der Kurfürst Friedrich der Siegreiche bestattet. Östlich der Kirchenportale liegt der Eingang zum ehemaligen Jesuitenkolleg. Ursprünglich umfassten die Einrichtungen der Jesuiten ein Gymnasium (heute Philosophisches Seminar) und das Seminarium Carolinum, das jetzt die Universitätsverwaltung nutzt.

 

 

Der Ritter

Der Ritter gegenüber der Heiliggeistkirche überlebte als eines der wenigen Häuser Heidelbergs die Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg. Dieses Gebäude der Spätrenaissance wurde 1592 im Auftrag des aus Frankreich emigrierten Hugenotten Charles Belier errichtet. Die Rittergestalt des Sankt Georg an der Spitze verlieh dem Haus seinen Namen. Berühmt ist "der Ritter" vor allem wegen der üppig mit Ornamenten verzierten Renaissancefassade. Der Tuchhändler Carolus Belier und seine Ehefrau Francina ließen das Giebelhaus aus gehauenem Stein, voll kannelierter Säulen und kunstvoll gemeißelter Fensterblöcke im Jahre 1592 erbauen; heute steht es unter Denkmalschutz. "Persta invicta, Venus" - "Bleibe stets unbesiegt, Schönheit" in goldenen Lettern sind diese Worte in den Giebel des Renaissance-Bauwerks eingelassen. Wie viele Umbauten in der wechselvollen Geschichte das Haus in seinem Innern verändert haben mögen, ist nicht belegt. Doch zu jeder Zeit waren sich die jeweiligen Besitzer auch bei der Gestaltung der Räume hinter der prachtvollen Fassade dieses Auftrages bewusst. Im Jahre 1681 fand das Gebäude, das alle Kriege und Brände in Heidelberg als einziges überdauerte, erstmals Erwähnung als Gasthaus. Wo vor dem reger Handel mit Stoffballen getrieben wurde, entstand bereits vor über dreihundert Jahren eine "Herberge für begüterte Durchreisende". So sind das ehemalige Verkaufsgewölbe und der erste Hofraum das heutige Restaurant. Das Hotel am Marktplatz ist ein Kleinod der viel besungenen Universitätsstadt am Neckar. Die architektonische Schönheit und Eleganz des Renaissance-Baus machen das Hotel Romantik-Hotel Ritter St. Georg zum schönsten historischen und gleichermaßen wertvollsten Bürgerhaus der Stadt Heidelberg. Und dabei erschöpft sich der Charme der Nostalgie keineswegs in seinem prunkvollen Gewand - er begleitet den Gast des ehemaligen Handelshauses durch alle Räume und in jeden Winkel des Hauses.

 

 

Philosophenweg

Auf dem Naturbalkon des Philosophenwegs sitzt jeder Zuschauer in der ersten Reihe und kann Natur und Ausblick auf die Stadt gleichzeitig auf sich wirken lassen. Ungeschützt gedeihen auf dieser Klima-Insel, die zu den wärmsten Stellen Deutschlands zählt, die Exoten: japanische Wollmistel und amerikanische Zypresse, spanischer Ginster und portugiesische Kirsche, Zitrone und Granatapfel, Bambus, Palmen, Pinien. Alles blüht um Wochen früher als im Tal. Einst wandelten hier Gelehrte in steifen Gehröcken und lockerten ihre Gedanken beim Spaziergang: Der Heidelberger Philosophenweg am Sonnenhang des Heiligenberges führte schon manchen zu neuen Einsichten, auf jeden Fall aber zu einmaligen Ansichten Heidelbergs. Von diesem Platz an der Sonne aus, dessen mildes Klima und Vegetation an die Toskana erinnern, lässt sich der "Heidelberger Dreiklang" von Altstadt, Fluss und Bergen in Muße genießen.

 

 

Heidelberger Bergbahn

1890 eingeweiht, befördert die traditionsreiche Heidelberger Bergbahn die Gäste von der Bodenstation am Kornmarkt zum Schloss und über die Molkenkur zum Königstuhl. Die Heidelberger Bergbahn-Strecke ist in Deutschland mit 1,5 km die längste. 550 Meter über dem Meeresspiegel liegt die Bergstation Königstuhl und die Fahrt hinauf ist ein tolles Erlebnis. Die untere Bergbahn bis zur Stadion Molkenkur ist die modernste Standseilbahn in Deutschland und behindertengerecht ausgestattet. Die obere bis hinauf zum Königstuhl ist Deutschlands älteste Bergbahn, hier ist die Fahrt für Rollstuhlfahrer aber nur mit Begleitperson zu empfehlen, da aus Gründen des Denkmalschutzes kein Rollstuhl-Lift zur Verfügung gestellt werden konnte. Im Sommer fahren die Bahnen ab Kornmarkt von 9.00 Uhr bis 20.20 Uhr alle 10 Minuten. Im Winter von 9.00 Uhr bis 17.10 Uhr auch im 10 Minuten-Takt. Weitere und aktuelle Informationen erhalten Sie unter www.bergbahn-heidelberg.de

 

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