Ehemalige Synagoge

Nach Ansiedlung der ersten Juden in Hemsbach im 17. Jahrhundert wurde die Synagoge Mitte des 19. Jahrhundert als Bethaus, Lehrerwohnung und Schule ihrer Bestimmung übergeben. Zur Synagoge gehört auch die Mikwe, das rituale Badehaus. Der zweigeschossige Bau bot im unteren Teil 70 Männern und auf der Empore 50 Frauen Platz. Über dem Eingang steht eine Inschrift in hebräischer Sprache und Schrift aus dem Buch der Könige. In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge verwüstet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie Privatbesitz und Matratzenfabrik, später zum Wohnraum für Gastarbeiter und deren Familien. Seit 1981 ist die Synagoge in städtischem Besitz und ist heute Stätte des Erinnerns und Gedenkens, Orts der Begegnung und wird überwiegend für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

 

 

Jüdischer Friedhof

Der Friedhof, 1674 angelegt, diente als Verbandsfriedhof (mit über 1000 Grabsteinen) für jüdische Gemeinden entlang der Bergstraße und in der Rhein- ebene. Die letzte Bestattung fand 1940 statt.

 

 

 

 

Rothschild-Schloss

Das seit 1925 im Besitz der Stadt Hemsbach befindliche und als Rathaus genutzte Rothschild-Schloss wurde auf dem Platz des ehemaligen Pferdestalles erbaut. Die vom kurfürstlichen Jagdrat Blesen 1764 erbaute Villa (mittlerer Trakt) wurde 1839 von Baron Rothschild erworben und zum heutigen Erscheinungsbild samt Park ausgebaut.

 

 

 

Waldnerturm

Waldnerturm auch wegen der vier kleinen Ritterskulpturen "Vierritterturm" genannt, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts dem Zeitgeist entsprechend vom Eigentümer des Waldnerhofes erbaut.

 

 

 

Kreuzberg

Der im Volksmund auch "Zur Eich" genannte Kreuzberg ist mit 340 m NN der Hausberg Hemsbachs, der erst im 14. Jahrhundert seinen Namen erhielt. Lorscher Mönche errichteten hier eine Kapelle, die mehrfach zerstört bzw. renovierungsbedürftig wurde. Von Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Wallfahrtstätte von einer Eremitage betreut. Nach Weggang der letzten Eremiten wurde 1808 die Einsiedelei aufgelassen. Kapelle und Einsiedelei existieren nicht mehr, dennoch bilden vierzehn gusseiserne Stationsbilder und ein Altarkreuz noch heute die Wallfahrtstätte, einen Ort der Begegnung.

 

 

Zehntscheuer

Ritterhaus "Zehntscheuer": Das wohl älteste, erhaltene Anwesen ist das Ritterhaus der ehemaligen Burg. Vermutlich im 12. Jahrhundert als Tief-/Wasserburg gegründet, mit Fallgitter und Zugbrücke gesichert und im 15. Jahrhundert mit zusätzlichen Wassergräben erweitert. Erstmals 1264 als Verhandlungs- und Schlichtungsort erwähnt, diente die Burg später nur noch landwirtschaftlichen Zwecken. Heute wird das Ritterhaus nicht ganz korrekt Zehntscheuer genannt. In diesem Gebäude befinden sich heute ein mittelalterlich wirkendes Restaurant, eine mexikanische Bar und ein Biergarten.

 

 

St. Laurentiuskirche

Die Ursprünge der barocken Kirche reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück; in der heutigen Form besteht sie seit 1751. Älteste Simultankirche Deutschlands; sie wurde bis 1937 von beiden Konfessionen genutzt. Sehenswert ist auch das alte Pfarrhaus neben der Kirche.

 

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